Herr K. und das System
Jemand musste Hannes K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte wurde er einfach nicht bezahlt.
Ja so beginnt ein weiteres Kapitel meines harten Alltags im fernen China. Die eigendliche Überweisung von Geld steht am Ende eines laaaangen Prozesses. Wir schreiben den 9. April anno 2013 und ich hätte vor nunmehr 11 Tagen mein klägliches Gehalt für die ersten !6! Arbeitstage erhalten sollen. Gestartet ist der Bezahlungsprozess bereits am 15. des letzten Monats.
Ich reiche meine Anwesenheit ein – mein Chef sagt „approved“ – die HR-Dame sagt mir wie viel ich fordern darf – Ich stelle die Summe in ein Portal ein – Die HR Dame checkt das – Die Chefin von der HR Dame checkt den Antrag ebenfalls weil es Spaβ macht – Ich drucke ein Formular aus – Mit Bastelspaβ und Klebestift klebe ich FaPiaos (Lustige Quittungen mit rotem Stempel) im Gegenwert der Forderung auf Blätter, welche ich an den Antrag hefte – Ich gebe es bei der Post ab – die Post braucht Shanghai-Intern gerne 3 Tage – die Finanz Dame bekommt mein Schreiben – laut Firmen Politik muss 8 Tage gewartet werden bis das Geld überwiesen wird – Feiertag hier in China – MIST! Spaβ, Freude und kein Geld! Fast kafkaesk!
Diesen Monat ist das ja halb so wild, da ich eh nur um die 150 Euro bekomme. Aber im nächsten Monat hatte ich ehrlich gesagt vor mit dem Geld meine Miete zu bezahlen. Ich bin jetzt seit dem 25. Februar im schönen China und habe noch keinen Cent gesehen...
Gestern habe ich dann zum groβen Gegenschlag gegen das System ausgeholt! Im gegensatz zu Kafkas Figuren lasse ich mich nicht einwickeln. Nachdem meine freundliche HR Dame fast nichts unternommen hatte und die Finanz Dame nur Unverständliches von sich gegeben hat habe ich nach mehrmaligem Nachhaken endlich herausgefunden wo mein Gehalt hängt. Ich habe nach dem sammeln aller Informationen endlich den unheilvollen Weg, denn ich oben abgebildet habe, nachzeichnen können. Ein anschlieβendes Gespräch mit der freundlichen HR Dame sollte die Lösung für die Zukunft bringen.
Nach längerem dikutieren und sinnvollen Äuβerungen wie „normalerweise funktioniert es“ (aus gut unterrichteter Quelle weiβ ich, dass das Blödsinn ist) und nachdem ich angeboten hatte gerne auch mit ihrem Vorgesetzten zu sprechen, willigte sie nach hartnäckigem und wiederholten „Nein ich finde es nicht in Ordnung alles so zu lassen und mal zu gucken was passiert“ plötzlich ein den Bezahlprozess schon früher zu starten und würgte mich ab.
Toll! Eine mündliche Zusage das irgendwas irgendwie vielleicht früher gemacht wird... Im anschlieβenden Chat Gespräch offenbarte sich dann die „Einsicht“. 5 mal teilte Sie mir mit wie lange die Post brauchen würde und das das gar nicht ginge. Erst als ich ihr mit Hilfe der Infos aus der Finanz Abteilung eindeutig vorgerechnet habe, dass der angestrebte Zahltag selbst bei Lieferung am Start Tag des Bezahlprozesses, nicht einzuhalten ist, hatte ich es geschafft. Mit einer anschlieβenden E-Mail wurde alles noch einmal schriftlich festgehalten. Ich darf meinen Mist 5 Tage früher einreichen.

So sieht es aus wenn ich meine Lohnabrechnung mache! Um den vorgezogenen Prozess zum laufen zu bringen bedurfte es übrigens lediglich drei weiterer E-Mails und eines Chat Gespräches. Lang lebe die HR!
Ob es nächsten Monat funkioniert? Wer weiβ...
Liebes Tagebuch. Ich möchte dir natürlich auch noch kurz von meiner letzten Woche berichten! Gearbeitet wurde nur bis Mittwoch und danach war Programm mit Marco angesagt. Wir hatten eine tolle Zeit. Die rechte Mischung aus Nightlife und Kultur.
Man kann zwar nicht behaupten, dass Marco seine Liebe zu China entdeckt hat, aber ich glaube es hat ihm Spaβ gemacht. Samstag waren wir in Suzhou. Das ist eine „kleine“ Stadt im Nord-Westen von Shanghai. Die als „Venedig Chinas“ bezeichnete Stadt hat noch so manches, dass Maos Horden stehen gelassen haben.
Leider ist es wie in jeder chinesischen Stadt. Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander. Nachdem wir gemütlich mit dem Zug in Suzhou angekommen waren dachten wir, dass die Innenstadt nicht all zu groβ sei und haben uns zu Fuβ auf den Weg gemacht. Als wir am Ende des Tages im Süden der Stadt angekommen sind, haben uns die Füβe wehgetan! Schade ist bei aller Schönheit der einzelnen Sehenswürdigkeiten vor allem die Hässlichkeit der restlichen Stadt! Das Venedig Chinas... Naja!
Schön war es dennoch!

Ja so beginnt ein weiteres Kapitel meines harten Alltags im fernen China. Die eigendliche Überweisung von Geld steht am Ende eines laaaangen Prozesses. Wir schreiben den 9. April anno 2013 und ich hätte vor nunmehr 11 Tagen mein klägliches Gehalt für die ersten !6! Arbeitstage erhalten sollen. Gestartet ist der Bezahlungsprozess bereits am 15. des letzten Monats.
Ich reiche meine Anwesenheit ein – mein Chef sagt „approved“ – die HR-Dame sagt mir wie viel ich fordern darf – Ich stelle die Summe in ein Portal ein – Die HR Dame checkt das – Die Chefin von der HR Dame checkt den Antrag ebenfalls weil es Spaβ macht – Ich drucke ein Formular aus – Mit Bastelspaβ und Klebestift klebe ich FaPiaos (Lustige Quittungen mit rotem Stempel) im Gegenwert der Forderung auf Blätter, welche ich an den Antrag hefte – Ich gebe es bei der Post ab – die Post braucht Shanghai-Intern gerne 3 Tage – die Finanz Dame bekommt mein Schreiben – laut Firmen Politik muss 8 Tage gewartet werden bis das Geld überwiesen wird – Feiertag hier in China – MIST! Spaβ, Freude und kein Geld! Fast kafkaesk!
Diesen Monat ist das ja halb so wild, da ich eh nur um die 150 Euro bekomme. Aber im nächsten Monat hatte ich ehrlich gesagt vor mit dem Geld meine Miete zu bezahlen. Ich bin jetzt seit dem 25. Februar im schönen China und habe noch keinen Cent gesehen...
Gestern habe ich dann zum groβen Gegenschlag gegen das System ausgeholt! Im gegensatz zu Kafkas Figuren lasse ich mich nicht einwickeln. Nachdem meine freundliche HR Dame fast nichts unternommen hatte und die Finanz Dame nur Unverständliches von sich gegeben hat habe ich nach mehrmaligem Nachhaken endlich herausgefunden wo mein Gehalt hängt. Ich habe nach dem sammeln aller Informationen endlich den unheilvollen Weg, denn ich oben abgebildet habe, nachzeichnen können. Ein anschlieβendes Gespräch mit der freundlichen HR Dame sollte die Lösung für die Zukunft bringen.
Nach längerem dikutieren und sinnvollen Äuβerungen wie „normalerweise funktioniert es“ (aus gut unterrichteter Quelle weiβ ich, dass das Blödsinn ist) und nachdem ich angeboten hatte gerne auch mit ihrem Vorgesetzten zu sprechen, willigte sie nach hartnäckigem und wiederholten „Nein ich finde es nicht in Ordnung alles so zu lassen und mal zu gucken was passiert“ plötzlich ein den Bezahlprozess schon früher zu starten und würgte mich ab.
Toll! Eine mündliche Zusage das irgendwas irgendwie vielleicht früher gemacht wird... Im anschlieβenden Chat Gespräch offenbarte sich dann die „Einsicht“. 5 mal teilte Sie mir mit wie lange die Post brauchen würde und das das gar nicht ginge. Erst als ich ihr mit Hilfe der Infos aus der Finanz Abteilung eindeutig vorgerechnet habe, dass der angestrebte Zahltag selbst bei Lieferung am Start Tag des Bezahlprozesses, nicht einzuhalten ist, hatte ich es geschafft. Mit einer anschlieβenden E-Mail wurde alles noch einmal schriftlich festgehalten. Ich darf meinen Mist 5 Tage früher einreichen.

So sieht es aus wenn ich meine Lohnabrechnung mache! Um den vorgezogenen Prozess zum laufen zu bringen bedurfte es übrigens lediglich drei weiterer E-Mails und eines Chat Gespräches. Lang lebe die HR!
Ob es nächsten Monat funkioniert? Wer weiβ...
Liebes Tagebuch. Ich möchte dir natürlich auch noch kurz von meiner letzten Woche berichten! Gearbeitet wurde nur bis Mittwoch und danach war Programm mit Marco angesagt. Wir hatten eine tolle Zeit. Die rechte Mischung aus Nightlife und Kultur.

Man kann zwar nicht behaupten, dass Marco seine Liebe zu China entdeckt hat, aber ich glaube es hat ihm Spaβ gemacht. Samstag waren wir in Suzhou. Das ist eine „kleine“ Stadt im Nord-Westen von Shanghai. Die als „Venedig Chinas“ bezeichnete Stadt hat noch so manches, dass Maos Horden stehen gelassen haben.
Leider ist es wie in jeder chinesischen Stadt. Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander. Nachdem wir gemütlich mit dem Zug in Suzhou angekommen waren dachten wir, dass die Innenstadt nicht all zu groβ sei und haben uns zu Fuβ auf den Weg gemacht. Als wir am Ende des Tages im Süden der Stadt angekommen sind, haben uns die Füβe wehgetan! Schade ist bei aller Schönheit der einzelnen Sehenswürdigkeiten vor allem die Hässlichkeit der restlichen Stadt! Das Venedig Chinas... Naja!
Schön war es dennoch!

hk04 - 9. Apr, 08:19
