China zum wundern
Wieder sind 2 Wochenenden rum. Das bedeutet, dass ich nun noch weniger als 3 Wochen hier in China vor mir habe. Wie im letzten Eintrag erwähnt, war ich beide Wochenenden unterwegs. Beide Male bin ich dem Großstadt Getümmel ein wenig entkommen.
Im letzten Wochenende war ich 4 Stunden westlich von Shanghai in den Bergen. Wir hatten gemeinsam mit den Freunden von Martins (der Praktikant aus meinem Büro) Mitbewohner quasi eine Pauschalreise gebucht. Bus, Aktivitäten und Hotel für 40 €. Was will man mehr. Als wir in den Bergen angekommen sind, haben wir zunächst gehalten um etwas zu essen. Direkt neben uns war ein Fluss, auf welchem 2-Personen Schlauchbote vor sich hingedümpelten. Das Prinzip dabei war, dass sich etwa alle 600m eine Staustufe befand auf welcher die Boote so lange warten konnten bis man eine kleine Rutsche in einen von Menschenhand gemachten Kanal heruntersausen und damit nach ein paar kleineren Turbulenzen in der nächsten Staustufe erneut vor sich hindümpeln konnte.

Auf dem Bild lässt sich auch erkennen wie schön die uns umgebenden Berge waren. Alles mit Bambuswald bewachsen.

Zunächst waren wir uns sicher, dass es sich dabei nicht um das uns versprochene Rafting handelte und waren, nachdem wir wieder in den Bus eingestiegen waren froher Dinge, dass unser Rafting etwas naturbelassender sein würde. Nach etwa 10 Minuten Fahrt stellte sich jedoch heraus, dass genau dies unser Rafting Erlebnis sein würde. Schlimmer noch – es ging direkt los ohne, dass man irgendwo eine Umkleidekabine oder sonstiges erkennen konnte. Ich hatte gerade noch genug Zeit mir meine Badeshorts im Bus anzuziehen, da saß ich auch schon zusammen mit Linda im Boot. Linda hatte wie auch alle 1 000 000 Chinesen, mit denen wir unser Erlebnis teilen konnten, keine Badeklamotten an. Genau genommen hatte sie sogar, wie auch Jakob, noch Ihre normalen Schuhe an. Obwohl unser Bootsausflug nicht gerade als Rafting bezeichnet werden konnte hat es sehr viel Spaß gemacht. Nass sind wir bis auf die Haut geworden. Zum einen, da die kleinen Stau-Rutschen das Boot stattlich mit Wasser gefüllt haben und zum anderen, da jeder außer uns mindestens eine Wasserpistole an Bord zu haben schien.

Auf dem Weg zu unserem Hotel in die Berge hatten wir zwischenzeitlich starke Bedenken ob wir jemals ankommen würden. Mehrere Male musste unser Bus anhalten und konnte nur unter röchelnden Geräuschen langsam wieder Fahrt aufnehmen. Auf unserem Weg fiel uns auf, dass jeder Fluss, jede Schlucht voll mit den Bunten Schlauchbooten waren, in denen wir noch kurz zuvor ebenfalls gesessen hatten. Dafür wurde jeder Fluss angepasst und Dämme gebaut um den Spaß für das ganze Jahr garantieren zu können. Irre was die Chinesen alles machen um Geld zu verdienen.
Nachdem wir einen Schönen und vor allem kühlen Abend in dem Bergdorf hatten und uns in dem überraschenderweise äußerst soliden Hotel ausgeruht hatten ging es am nächsten Tag direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite in eine Art Schlucht-Freizeitpark. Der Eintritt war in unserer Tour inbegriffen und so konnten wir in einer langen Schlange eine schöne und kühle Schlucht hinaufsteigen. In den Anfangsmetern gab es eine Art Tarzan Rutsche, eine kleine Achterbahn und eine Bude für Photoshop Fotos vor Palmenhintergrund. Je höher wir stiegen, um so weniger Chinesen waren auf den engen Stiegen und so wurde es immer angenehmer. Auf Grund der gestrigen Erfahrungen scherzten wir schon darüber, was für ein Anblick sich uns oben bieten würde. Wir vermuteten, dass der Fluss aus einer Rohleitung kommen würde. Als wir endlich oben angekommen waren mussten wir feststellen, dass wir damit gar nicht so falsch lagen. Ein Damm lag am Ende des Aufstiegs. Dieser sollte eindeutig dafür sorgen, dass die Touristen immer den selben Fluss vorfinden würden und die kleinen Wasserfälle nicht versiegen. Chinesen sehen das als Naturerlebnis. Für uns war es ein Eindrucksvolles Beispiel wie die Chinesen Natur begreifen.

Dieses Wochenende konnte ich in HangZhou verbringen. Diese alte Kaiserstadt zählt mit seinen 8 Millionen Einwohnern zu den kleineren Städten. Mit dem Schnellzug war ich in einer Stunde vor Ort. In HangZhou wurde ich von einem Freund meines Vaters eingeladen. Die Stadt ist viel grüner und schöner als Shanghai. Ich durfte in einem sehr guten Hotel übernachten und habe natürlich an den beiden Tagen wunderbar gegessen.

Der Westlake an dem HangZhou liegt
In der letzten Woche wurde Shanghai von einem richtigen Sturm getroffen. Es war faszinierend von unserem Büro aus zu beobachten mit welcher Macht das Gewitter über die Stadt hereinfiel. Innerhalb weniger Minuten fiel so viel Regen, dass die Straßen unter Wasser standen. Als ich mich endlich aus der Tür getraut hatte musste ich meine Schuhe ausziehen um die Straßen zu überqueren. Zudem wurde mir die Gewalt des Winds bewusst, als ich auf meinem Weg umgerissene Bäume, abgebrochene Äste und sogar umgeworfene Parkwächter Häuschen und Laster sah. Als ich Henrik die Bilder geschickt hatte war dieser ganz erstaunt. Auf seiner Seite der Stadt hatte es in der gesamten Zeit noch nicht einmal geregnet...

Die Straße vor meinem Haus.
Jetzt habe ich noch 2 Wochenenden, an denen ich in Shanghai bleiben werde. Die Zeit wird ganz schnell vorbei gehen!
Ich werde sie genießen!
Im letzten Wochenende war ich 4 Stunden westlich von Shanghai in den Bergen. Wir hatten gemeinsam mit den Freunden von Martins (der Praktikant aus meinem Büro) Mitbewohner quasi eine Pauschalreise gebucht. Bus, Aktivitäten und Hotel für 40 €. Was will man mehr. Als wir in den Bergen angekommen sind, haben wir zunächst gehalten um etwas zu essen. Direkt neben uns war ein Fluss, auf welchem 2-Personen Schlauchbote vor sich hingedümpelten. Das Prinzip dabei war, dass sich etwa alle 600m eine Staustufe befand auf welcher die Boote so lange warten konnten bis man eine kleine Rutsche in einen von Menschenhand gemachten Kanal heruntersausen und damit nach ein paar kleineren Turbulenzen in der nächsten Staustufe erneut vor sich hindümpeln konnte.

Auf dem Bild lässt sich auch erkennen wie schön die uns umgebenden Berge waren. Alles mit Bambuswald bewachsen.

Zunächst waren wir uns sicher, dass es sich dabei nicht um das uns versprochene Rafting handelte und waren, nachdem wir wieder in den Bus eingestiegen waren froher Dinge, dass unser Rafting etwas naturbelassender sein würde. Nach etwa 10 Minuten Fahrt stellte sich jedoch heraus, dass genau dies unser Rafting Erlebnis sein würde. Schlimmer noch – es ging direkt los ohne, dass man irgendwo eine Umkleidekabine oder sonstiges erkennen konnte. Ich hatte gerade noch genug Zeit mir meine Badeshorts im Bus anzuziehen, da saß ich auch schon zusammen mit Linda im Boot. Linda hatte wie auch alle 1 000 000 Chinesen, mit denen wir unser Erlebnis teilen konnten, keine Badeklamotten an. Genau genommen hatte sie sogar, wie auch Jakob, noch Ihre normalen Schuhe an. Obwohl unser Bootsausflug nicht gerade als Rafting bezeichnet werden konnte hat es sehr viel Spaß gemacht. Nass sind wir bis auf die Haut geworden. Zum einen, da die kleinen Stau-Rutschen das Boot stattlich mit Wasser gefüllt haben und zum anderen, da jeder außer uns mindestens eine Wasserpistole an Bord zu haben schien.

Auf dem Weg zu unserem Hotel in die Berge hatten wir zwischenzeitlich starke Bedenken ob wir jemals ankommen würden. Mehrere Male musste unser Bus anhalten und konnte nur unter röchelnden Geräuschen langsam wieder Fahrt aufnehmen. Auf unserem Weg fiel uns auf, dass jeder Fluss, jede Schlucht voll mit den Bunten Schlauchbooten waren, in denen wir noch kurz zuvor ebenfalls gesessen hatten. Dafür wurde jeder Fluss angepasst und Dämme gebaut um den Spaß für das ganze Jahr garantieren zu können. Irre was die Chinesen alles machen um Geld zu verdienen.
Nachdem wir einen Schönen und vor allem kühlen Abend in dem Bergdorf hatten und uns in dem überraschenderweise äußerst soliden Hotel ausgeruht hatten ging es am nächsten Tag direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite in eine Art Schlucht-Freizeitpark. Der Eintritt war in unserer Tour inbegriffen und so konnten wir in einer langen Schlange eine schöne und kühle Schlucht hinaufsteigen. In den Anfangsmetern gab es eine Art Tarzan Rutsche, eine kleine Achterbahn und eine Bude für Photoshop Fotos vor Palmenhintergrund. Je höher wir stiegen, um so weniger Chinesen waren auf den engen Stiegen und so wurde es immer angenehmer. Auf Grund der gestrigen Erfahrungen scherzten wir schon darüber, was für ein Anblick sich uns oben bieten würde. Wir vermuteten, dass der Fluss aus einer Rohleitung kommen würde. Als wir endlich oben angekommen waren mussten wir feststellen, dass wir damit gar nicht so falsch lagen. Ein Damm lag am Ende des Aufstiegs. Dieser sollte eindeutig dafür sorgen, dass die Touristen immer den selben Fluss vorfinden würden und die kleinen Wasserfälle nicht versiegen. Chinesen sehen das als Naturerlebnis. Für uns war es ein Eindrucksvolles Beispiel wie die Chinesen Natur begreifen.

Dieses Wochenende konnte ich in HangZhou verbringen. Diese alte Kaiserstadt zählt mit seinen 8 Millionen Einwohnern zu den kleineren Städten. Mit dem Schnellzug war ich in einer Stunde vor Ort. In HangZhou wurde ich von einem Freund meines Vaters eingeladen. Die Stadt ist viel grüner und schöner als Shanghai. Ich durfte in einem sehr guten Hotel übernachten und habe natürlich an den beiden Tagen wunderbar gegessen.

Der Westlake an dem HangZhou liegt
In der letzten Woche wurde Shanghai von einem richtigen Sturm getroffen. Es war faszinierend von unserem Büro aus zu beobachten mit welcher Macht das Gewitter über die Stadt hereinfiel. Innerhalb weniger Minuten fiel so viel Regen, dass die Straßen unter Wasser standen. Als ich mich endlich aus der Tür getraut hatte musste ich meine Schuhe ausziehen um die Straßen zu überqueren. Zudem wurde mir die Gewalt des Winds bewusst, als ich auf meinem Weg umgerissene Bäume, abgebrochene Äste und sogar umgeworfene Parkwächter Häuschen und Laster sah. Als ich Henrik die Bilder geschickt hatte war dieser ganz erstaunt. Auf seiner Seite der Stadt hatte es in der gesamten Zeit noch nicht einmal geregnet...

Die Straße vor meinem Haus.
Jetzt habe ich noch 2 Wochenenden, an denen ich in Shanghai bleiben werde. Die Zeit wird ganz schnell vorbei gehen!
Ich werde sie genießen!
hk04 - 5. Aug, 11:18
