Mein Leben in Shanghai

19
Aug
2013

Mein China

Nun ist es soweit. Ich muss mich von Shanghai verabschieden. In meinem letzten Eintrag aus China möchte ich eine Art Fazit ziehen und euch meine Endrücke gerne noch einmal beschreiben.

China war eine tolle Erfahrung und das sowohl was die Arbeit angeht, als auch die Zeit mit Land und Leuten. Für ein Praktikum gibt es wohl momentan keinen besseren Ort um mit so vielen verschiedenen Projekten und Anlagen in Kontakt zu kommen. Dadurch, dass sich alles noch im Aufbau befindet, gibt es auch noch keine so strenge Aufgabenverteilung wie in Deutschland. Der Umgang ist viel lockerer und man duzt sich auch auf Deutsch mit jedem. Auch wenn ich ab und zu über den Mangel an guter Arbeit gejamert habe, habe ich hier viel gelernt und es hat sich gelohnt.

Der Kommunismus ist für mich kaum sichtbar gewesen. Glitzerndes Konsum-Wunderland in dem sich die Gleichheit der Menschen oft nur darin zeigt, dass sie sich zusammen in die Metro quetschen und nebeneinander im Stau stehen. Porsche neben E-Lastfahrrad, Anzugträger neben Wanderarbeiter. In den Clubs sitzen die jungen Reichen an Tischen, die sich unter nicht angebrochenen Moet-Flaschen biegen. Die Damen, welche man sich für den Abend an den Tisch geholt hat schlafen schon. In den ärmeren Gebieten lassen sich kurze Blicke in kleine und vollgestellte Wohn/Schlafzimmer ohne Klo, geschweige denn Bad, erhaschen. Trotz der krassen Unterschiede ist die Stadt jedoch fast frei von Kriminalität. Zu jeder Tages- und Nachtzeit und egal wo kann man als Mann und auch als Frau alleine durch die Straβen laufen und dabei sogar sein Handy ohne schlechtes Gewissen offen in der Hand halten. Nur vor Diebstahl ist man nicht ganz sicher, wie ich leidvoll erfahren musste, als mein Fahrrad geklaut wurde. Shanghai ist eine Stadt in der man alles bekommen kann was man will solange man das Geld dafür hat. Die Wohnungspreise steigen von Jahr zu Jahr in gerade zu verrückte Höhen. Eine Wertsteigerung von über 300% innerhalb von 5 Jahren ist hier keine Seltenheit und die Blase wächst weiter. Was in Deutschland schon schlimm wäre, wird hier zur Kathastrophe. In China mietet man nicht, hier kauft man und das am besten mit der kompletten Summe. Kredite waren noch bis vor kurzem verpönt, werden nun aber langsam gesellschaftstauglich. Das die Chinesen nicht mieten hat wohl mehrere Gründe, eine groβe Rolle spielt das geringe Mieterrecht in der Wohnung und die dadurch entstehenden Probleme mit dem Vermieter. Den gröβten Grund dürfte jedoch etwas ganz anderes darstellen. Ohne eigene Wohnung kann in China nicht geheiratet werden. Keine Ehe wird geschlossen ohne, dass das Paar seine eigenen 4 Wände besitzt. Da die Paare sehr früh heiraten (25 ist bei Frauen schon eine „late marriage“) müssen die Eltern schon früh anfangen zu sparen um ihren Kindern eine Hochzeit zu ermöglichen. China ist Familien Land. Überall sind Eltern und Groβeltern mit ihrem Kindern zu sehen. Überhaupt sind Kinder allgegenwärtig. Redet man mit den Kollegen wird als allererstes ein Familienfoto, beziehungsweise Foto des Kindes gezeigt. Den Wert von Kindern und Familie finde ich wunderbar.
Es gibt jedoch auch weniger schöne Eindrücke aus China. Es wird immernoch überall geraucht. Auch wenn die Regierung mit jeder Menge Fernsehspots versucht ein Bewusstsein zu schaffen fühlt man sich wie im Deutschland der 50er Jahre. Ob Restaurant oder Aufzug, Büro oder Metrostation immer gibt es jemanden der sich eine Zigarette anzündet. In meinem Büro war es dankenswerter weise nicht erlaubt, jedoch ist es in rein chineischen Büros wohl nichts ungewöhnliches. Den schlimmsten Eindruck haben jedoch die Bahnhofstoiletten hinterlassen. Der Chinese genieβt es wohl sehr auf dem Klo zu rauchen und so riecht es in fast jeder Toilette zumindest ein wenig nach Rauch. Auf Bahnhöfen herrscht normalerweise komplettes Rauchverbot, dass in den Toiletten jedoch massiev missachtet wird. Manchmal konnte man das Ende des Raumes kaum erkennen. Einen sehr guten Eindruck hat bei mir das Zugsystem hinterlassen. Verlässlich und billig wie es ist habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht.
Service wird in China groβ geschrieben. Allerdings ist das Verständnis von Service bei uns in Deutschland eher anders. Chinesische Touristen bemängeln oft den Service in Europa, wobei sie meist die wenigen Mitarbeiter meinen. In unserem Verständnis reicht es vollkommen wenn nur von einer Person bedient wird, wenn diese sich ausgiebig um die Gäste kümmert. In China sind es zumeist viele, die aber alle nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit mitbringen. Selbst Polizisten stehen währen der Arbeit mit dem Smartphone oder Tablet da und so sieht man dies auch oft in Restaurants und Läden. Fast überall ist eine kleine Armee von Putzleuten angestellt und dennoch ist es bei genauerem hinsehen fast nie richtig sauber.
Das beste am Leben in China ist das Essen und die Art des Essens. In Goβen Gruppen gibt es viele Verschieden Speisen. Auβer Frosch und Qualle habe ich wenig abgefahrene Speisen zu mir genommen und es war fast immer hervorragend. Es gibt so viele verschidene Küchen, dass ich sie immernoch nicht alle kenne. Das Essen werde ich vermissen und vor allem das zusammen sein. Freitag abends zum essen Treffen, Bier trinken und reden und dafür am Ende zwischen 5 und 12 Euro zahlen. Herrlich!

Nun stellt sich die Frage ob ich wieder kommen würde und ob ich mir ein Leben hier in Shanghai vorstellen könnte. China ist ein Land in dem man als Ausländer gut Leben kann. Allerdings sollte man die Sprach in jedem Fall lernen falls einen hier einmal für längere Zeit hinverschlägt. Wenn man hier nach Shanghai delegiert wird muss man sich um Geld keine Gedanken machen. Es gibt aber ganz ander Probleme. Kann der Partner hier arbeiten? Fühlen sich alle wohl? Ein Problem, dass auch ich während meiner Zeit kennengelernt habe ist die Schwierigkeit einen permanenten Freundeskreis zu haben. Ständig kommt und geht jemand. Was auf kurze Zeit aufregend ist wird für viele oft zum Problem. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mit Henrik jemanden habe, den ich zuvor schon kannte und mit dem ich auch weiterhin auf jeden Fall in Kontakt stehen werde. Mit Henrik und Lorena hatte ich Menschen, mit denen ich auch einfach auf der Couch rumfahren und Filme gucken konnte. Ich habe meine Zeit genossen und bin dennoch froh darüber Shanghai nun den Rücken zu kehren. Urlaub in Vietnam, Luisa und das schöne Studentenleben liegen vor mir. Nach einem Jahr in verschiedenen Praktika freue ich mich darauf in den Hörsaal zurückzukehren und wieder unter Leuten zu sein die mich wirklich kennen und mit ein klein wenig Glück auch ein wenig vermisst haben.
Und was Shanghai angeht: wer weiβ wie schnell ich wieder da bin. Ich bin zwar nicht der Groβstadtmensch aber auf 3-4 Jahre wäre ich sofort bereit – wenn alles passt ;)
Ich freue mich euch in Deutschland noch mehr zu berichten!


Hier noch einen kurzen Abschnitt über die Highlights der letzten Wochen:

Dank meines Chefs haben wir Praktikanten uns zu einer Werksbesichtigung aufgemacht.
Werksbesichtigung
Bis zum Mittagessen haben wir eine Produktionsanlage und eine Baustelle besucht. Im Anschluss an diesen interessanten Vormittag ging es dann ab zu den Cool Docks. Das ist eine Art Strand direkt an der Promenade des Hangpu Rivers. Dort haben wir den Tag dann bei Pool und Beachvolleyball ausklingen lassen.
Beach-on-the-Bund
Ein Abteilungsweites Teambuilding Event konnte ich auch noch mitnehmen. Stattgefunden hat das Ganze in einer Brauerei. Durch Bänder mit verschieden Farben wurden zu beginn die Tische und gleichzeitig Teams eingeteilt. Nach dem Buffet und zwischen dem leckeren selbstgebrauten Bier wurde dann auch Karaoke gesungen, Urlaubsbilder gezeigt und Salsa gelernt. Zum Ende der Veranstaltung wurde ein Wett-trink-wettbewerb initiert. Mir wurde die Ehre zuteil unser Team zu vertreten. Zunächst sollten wir einen Liter Bier mit einem Strohhalm trinken. Nach gemeinschaftlichem Protest durften wir die Strohhälme jedoch weglassen. Was soll ich sagen – Ich werde den Leuten hier noch etwas in Errinnerung bleiben :D! Als ich mit meinem Bier fertig war hatten die anderen noch mehr als die Hälfte in ihren Humpen. Alle waren begeistert. Auch heute im Büro wurde ich bereits darauf angesprochen. Sowas gäbs in Deutschland nicht – und vorallem nicht um halb 7 Uhr Abends!
Abschieds-Teppanyaki
Mit dem letzten Wochenede war auch die Zeit gekommen sich von vielen Leuten zu verabschieden. Henrik, Jakob und ich hatten daher ein Abschieds-Teppanyaki organisiert. Nach dem tollen Essen mit 16 Leuten waren wir noch ein letztes Mal in Shanghai feiern.

3
Jul
2013

Newsflash!

Wieder fast ein Monat rum! Ich werde sehr nachlässig.
Mittlerweile ist heiß geworden. Richtig heiß. Als ich heute Morgen um halb 8 die Temperatur gecheckt habe hatte es 30°C. Diese Woche kann es bis zu 40°C erreichen der große Unterschied zur trauten Heimat ist aber natürlich, dass wir hier etwas gegen die Hitze machen können. Ob Büro, Metro, Supermarkt oder das eigene Zimmer – Die Aircon ist für dich da. Bevor ich schlafen gehe kühle ich meinen Raum immer noch einmal gut runter aber wenn ich aufwache ist es schon wirklich eklig warm.

Personell haben sich seit meinem letzten Eintrag einige Änderungen ergeben. Ich bin nun nicht mehr der einzige Praktikant in Shanghai. Anfang und Mitte Juni sind zwei neue Praktikanten ins Hauptquartier am Popo der Welt gekommen und mit dem ersten Juli durfte ich auch hier bei mir einen Praktikanten begrüßen. Ebenfalls aus Karlsruhe, ebenfalls Chemieingenieur und ebenfalls Stipendiat der FES obwohl ich ihn noch nie gesehen habe :D.
Angereist war er allerdings schon Mitte Juni um mit seiner Freundin noch ein wenig Urlaub zu machen. So konnte ich alle Praktikanten schon vor 2 Wochen bei einem großen Essen mit anschließender Feierei kennenlernen. Überhaupt habe ich seit dem einiges organisiert. Letzten Freitag waren wir mit 18 Mann und Frau Essen und anschließend Karaoke singen! Diesen Samstag werde ich bei mir eine kleine Geburtstagsfeier initiieren. Wird vermutlich gar nicht so schlecht :).

Weitere Neuigkeiten im Schnellüberblick:

1)Die Arbeit läuft!
Viel Verantwortung hatte ich in der letzten Zeit. Für das Planen einer Anlagenerweiterung durfte ich mit meiner Kollegin vor Ort die von uns angefertigten Aufstellungspläne überprüfen. Dabei hat es mich außerordentlich gefreut, dass ich die Chance hatte den Rundgang zu leiten und die Machbarkeit zu überprüfen. Wieder im Büro angekommen arbeiten wir nun die letzten Änderungen aus, stellen die letzten Fragen und geben alles an die Kostenschätzer. Ende des Monats ist das ganze dann zusammen mit den beiden anderen Projektversionen fertig!

2)Fahrrad ist da!
Seit letztem Donnerstag bin ich der stolze Besitzer eines Fahrrades. Lebensqualität! Pure Lebensqualität!. Der Chinesische Verkehr ist für den geübten studentischen Radfahrer überhaupt kein Problem. Wer es gewohnt ist die Rolle des Radfahrers immer optimal auszunutzen und die Straße oft mit einem Pulk anderer Studentischer Radfahrer und genervter Autofahrer geteilt hat fühlt sich wie zuhause. Bekommen habe ich das Rad von einer Kollegin. Als Leihgabe ist es für mich völlig kostenlos und ich spare mir nächtliche Taxifahrten!

3)Mein Pool ist gefüllt!
Zwar kostet er 25 Yuan Eintritt und ich musste mir eine 30 Yuan Badekappe kaufen – der Pool ist aber trotzdem der Hammer. Außerdem ist er nie wirklich voll. Hauptsächlich Kinder sind in dem maximal bauchnabeltiefen Wasser. Der Chinese an sich kann ja nicht schwimmen. So sieht man Erwachsene meist bei dem Versuch ein paar Züge zu machen. Klappt aber weniger gut.
Pool
4)Mein Visum wird nicht verlängert...
Jaja – wer glaubt ich hätte noch nicht genug mitgemacht, es geht immer noch mehr. Durch den Umstand, dass ich früher einreisen musste war von vorn herein klar, dass meine Aufenthaltsgenehmigung nur bis zum 25.08. reichen würde. Man hatte mir aber gesagt, dass ein Verlängern kein Problem sei. Tja. Doch!
Hierdurch werde ich jetzt China bereits am 24.08. den Rücken kehren und (hoffentlich zusammen mit Henrik) ein wenig früher in Vietnam aufschlagen. Da meine allerbeste Freundin Luisa unibedingt 2 Wochen früher nach Hause muss, werde auch ich den gesamten Urlaub um eben diese Zeit verkürzen. Damit kommen wir zum letzten und wichtigsten Punkt:

5)Ich komme schon Ende September nach Hause!
Leute – ich muss sagen wie schön, interessant und toll es hier auch immer ist! Ich vermisse euch und freue mich tierisch wieder in Karlsruhe zu wohnen und auch den ganzen anderen Haufen in Schriesheim, Dossenheim und wo auch immer wieder zu sehen!


Ich hoffe euch geht es gut!
Liebe Grüße aus China!

17
Mai
2013

Ab geht die Arbeit!

Die letzten Tage waren Event-technisch und kulinarisch eher ereignisarm. Auf einem anderen, bislang stark unterschätzten Betätigungs Feld tat sich jedoch unglaubliches!

Seit dem 10. Mai anno 2013 habe ich befriedigende Arbeit! Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Studie“ für ein zukünftiges Projekt. Es geht um eine Kapazitätserweiterung eines bekannten Prozesses. Es sollen verschiedene Realisirungen überprüft werden um dann die beste (sprich billigste) Möglichkeit auszuwählen.
Ich durfte mich bislang alleine mit dem Prozess, Einsatzstoffen, Logistik Konzepten, den benötigten Geräten und Anlagenteilen und deren Anordnung mittels CAD in schönen (unvollständigen!) Plänen kümmern. Jeden Morgen dieser Woche hatte ich dafür ein Meeting mit meinem Chef um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Gestern war es dann soweit, dass wir die Auftraggeber im Hauptquartier „getroffen“ haben. Nach einer Stunde sind wir in dem Büro angekommen in den auβer uns (Chef, neue Kollegin und ich) nur noch eine weitere physisch anwesende Gestalt war. Die anderen vier waren in einer Telefonkonferenz zugeschaltet, welche ich leiten durfte.
Alles hat gut geklappt auch wenn ich erfahren musste, dass „mein“ Projekt nicht die aller höchste Priorität genieβt. Ich fand es toll, dass mein Chef mir so viel zugetraut hat und ich wirklich fast ausschlieβlich als Vertreter des Engineering Teams gesprochen habe.

Anschlieβend habe ich mich noch selbst zu meinem Chef nach Hause eingeladen um da Werkzeug abzuholen.
(Ich hatte vorgeheabt jemanden ein Fahrrad abzukaufen. Bei der Reperatur musste ich allerdings feststellen, dass die Mängel groβ und die Qualität derart schlecht ist, dass ich damit keinen Spaβ haben würde)
Da ich schoneinmal da war wurde ich von meinem Chef und seiner Frau noch zum Essen eingeladen. Guter Chef – Guter Tag!

Heute werde ich ersteinmal das Fahrrad zurückbringen und danach lecker Sushi essen gehen!
Schöne Grüβe nach Hause!!!

9
Apr
2013

Herr K. und das System

Jemand musste Hannes K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte wurde er einfach nicht bezahlt.

Ja so beginnt ein weiteres Kapitel meines harten Alltags im fernen China. Die eigendliche Überweisung von Geld steht am Ende eines laaaangen Prozesses. Wir schreiben den 9. April anno 2013 und ich hätte vor nunmehr 11 Tagen mein klägliches Gehalt für die ersten !6! Arbeitstage erhalten sollen. Gestartet ist der Bezahlungsprozess bereits am 15. des letzten Monats.

Ich reiche meine Anwesenheit ein – mein Chef sagt „approved“ – die HR-Dame sagt mir wie viel ich fordern darf – Ich stelle die Summe in ein Portal ein – Die HR Dame checkt das – Die Chefin von der HR Dame checkt den Antrag ebenfalls weil es Spaβ macht – Ich drucke ein Formular aus – Mit Bastelspaβ und Klebestift klebe ich FaPiaos (Lustige Quittungen mit rotem Stempel) im Gegenwert der Forderung auf Blätter, welche ich an den Antrag hefte – Ich gebe es bei der Post ab – die Post braucht Shanghai-Intern gerne 3 Tage – die Finanz Dame bekommt mein Schreiben – laut Firmen Politik muss 8 Tage gewartet werden bis das Geld überwiesen wird – Feiertag hier in China – MIST! Spaβ, Freude und kein Geld! Fast kafkaesk!

Diesen Monat ist das ja halb so wild, da ich eh nur um die 150 Euro bekomme. Aber im nächsten Monat hatte ich ehrlich gesagt vor mit dem Geld meine Miete zu bezahlen. Ich bin jetzt seit dem 25. Februar im schönen China und habe noch keinen Cent gesehen...

Gestern habe ich dann zum groβen Gegenschlag gegen das System ausgeholt! Im gegensatz zu Kafkas Figuren lasse ich mich nicht einwickeln. Nachdem meine freundliche HR Dame fast nichts unternommen hatte und die Finanz Dame nur Unverständliches von sich gegeben hat habe ich nach mehrmaligem Nachhaken endlich herausgefunden wo mein Gehalt hängt. Ich habe nach dem sammeln aller Informationen endlich den unheilvollen Weg, denn ich oben abgebildet habe, nachzeichnen können. Ein anschlieβendes Gespräch mit der freundlichen HR Dame sollte die Lösung für die Zukunft bringen.

Nach längerem dikutieren und sinnvollen Äuβerungen wie „normalerweise funktioniert es“ (aus gut unterrichteter Quelle weiβ ich, dass das Blödsinn ist) und nachdem ich angeboten hatte gerne auch mit ihrem Vorgesetzten zu sprechen, willigte sie nach hartnäckigem und wiederholten „Nein ich finde es nicht in Ordnung alles so zu lassen und mal zu gucken was passiert“ plötzlich ein den Bezahlprozess schon früher zu starten und würgte mich ab.

Toll! Eine mündliche Zusage das irgendwas irgendwie vielleicht früher gemacht wird... Im anschlieβenden Chat Gespräch offenbarte sich dann die „Einsicht“. 5 mal teilte Sie mir mit wie lange die Post brauchen würde und das das gar nicht ginge. Erst als ich ihr mit Hilfe der Infos aus der Finanz Abteilung eindeutig vorgerechnet habe, dass der angestrebte Zahltag selbst bei Lieferung am Start Tag des Bezahlprozesses, nicht einzuhalten ist, hatte ich es geschafft. Mit einer anschlieβenden E-Mail wurde alles noch einmal schriftlich festgehalten. Ich darf meinen Mist 5 Tage früher einreichen.
Reimbursement
So sieht es aus wenn ich meine Lohnabrechnung mache! Um den vorgezogenen Prozess zum laufen zu bringen bedurfte es übrigens lediglich drei weiterer E-Mails und eines Chat Gespräches. Lang lebe die HR!

Ob es nächsten Monat funkioniert? Wer weiβ...



Liebes Tagebuch. Ich möchte dir natürlich auch noch kurz von meiner letzten Woche berichten! Gearbeitet wurde nur bis Mittwoch und danach war Programm mit Marco angesagt. Wir hatten eine tolle Zeit. Die rechte Mischung aus Nightlife und Kultur.Alt-und-Neu
Man kann zwar nicht behaupten, dass Marco seine Liebe zu China entdeckt hat, aber ich glaube es hat ihm Spaβ gemacht. Samstag waren wir in Suzhou. Das ist eine „kleine“ Stadt im Nord-Westen von Shanghai. Die als „Venedig Chinas“ bezeichnete Stadt hat noch so manches, dass Maos Horden stehen gelassen haben.
Leider ist es wie in jeder chinesischen Stadt. Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander. Nachdem wir gemütlich mit dem Zug in Suzhou angekommen waren dachten wir, dass die Innenstadt nicht all zu groβ sei und haben uns zu Fuβ auf den Weg gemacht. Als wir am Ende des Tages im Süden der Stadt angekommen sind, haben uns die Füβe wehgetan! Schade ist bei aller Schönheit der einzelnen Sehenswürdigkeiten vor allem die Hässlichkeit der restlichen Stadt! Das Venedig Chinas... Naja!
Schön war es dennoch!
Garten

1
Apr
2013

Österliche Eintragungen

Letzte Woche ist es nichts mehr mit Arbeit geworden. Sehnsüchtig habe ich die ganze Woche darauf gewartet mit einer Aufgabe ausgestattet zu werden. Auβer der ein oder anderen kleinen Unterstützung meiner chinesischen Kollegen mit deutschen Dokumenten war das Warten vergebens. So blieb mir nichts anderes übrig als mich weiterhin der Urlaubsplanung und dem frühen nach Hause gehen zu widmen. In Sachen Urlaub ist nun ein Durchbruch zu vermelden. Endlich weiß Luisa wann sie in den Sommersemesterferien für zwei Wochen Karten malen darf. Endlich konnten wir die Daten für den Urlaub fix machen! Leider kann sie dadurch jedoch nicht wie geplant in China vorbeikommen. Wir werden jetzt vom 05.09. bis 12.10. von Hanoi bis Saigon in Vietnam und dann durch Kambodscha bis Siem Reap reisen um dann von dort aus zurück zu fliegen! Bäm!

Samstag waren Henrik und meine Wenigkeit wieder im Rahmen der „spanish connection“ zum Essen weg. Dieses mal war der Anlass eine Geburtstagsfeier von uns bislang unbekannten Menschen. Wie uns gesagt wurde ein schwuler doppel Geburtstag mit 20 Leuten. Und so haben Henrik und ich uns dann auch gleich überlegt wer von den Anwesenden denn das schwule Pärchen sein könnte. Wie sich beim anschließenden Karaoke singen eindeutig herausstellte, waren bis auf Henrik, dem Freund von Elia, einem verheirateten Polen alle schwul :D. Natürlich wurden auch Henrik und ich zunächst für ein Pärchen gehalten und teilweise wurden wir auch ein klein wenig abgegraben. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht!
Essen
Hier seht Ihr noch ein Bild von unserem Tisch im Restaurant. Als wir gegangen sind sah es aus als hätten wir gerade erst begonnen, so viel Essen stand dort. Wir haben uns dann einiges einpacken Lassen. Ich kann nun auch mit Stolz berichten, dass ich meinen ersten Hühnerfuß gegessen habe. Eigentlich knabbert man nur die Haut ab, die ganz lecker gewürzt ist. Besonders appetitlich ist es aber nicht und als einer der Zehen abgebrochen war und ich ihn im Mund hatte wurde mir schon ein klein wenig anders...
Ostern-in-China
Gestern war Ostern! Auch in China und zwar dank mir! Mit Hingabe habe ich am Tag zuvor noch schnell Eier bemalt. Von meinem französischen Mitbewohner kam am nächsten Morgen, als ich die Eier mit einem von Luisa gestifteten Osternest auf dem Frühstückstisch drapiert hatte nur ein lächelndes „Were you really that bored yesterday?“. Aber diese Franzosen bemalen auch gar keine Eier. Kulturbanausen, elende! :D
3-in-Shanghai
Mit der Ankunft von Marco und unserem gemeinsamen Weiβwurstfrühstück war es ein sehr gelungener, wenn auch in keiner Weise traditioneller Oster-Sonntagmorgen! Nach dem Bierkonsum haben wir uns natürlich in die höchste Bar der Stadt auf gemacht. Für 10 Euro gab es dort gleich noch den „höchsten“ Cocktail der Stadt dazu. Nach einem Besuch am Bund haben wir uns dann erschöpft und früh ins Bettchen gelegt!
Marco bleibt noch bis Montag. Ich gehe mal von einer interessanten und spannenden Woche aus, die im übrigen heute morgen mit der Erteilung von Arbeit sehr vielversprechend begonnen hat!

25
Mrz
2013

Hallo Tagebuch

Bis auf eine wundervolle Nachricht aus Karlsruhe war diese Woche sehr ruhig. Julian und Markus haben ihren Flug gebucht und werden mit mir zusammen Ende Mai 2 Wochen in China verbringen! In der Arbeit habe ich mich fast ausschließlich mit privatem, wie meinem Lebenslauf und einem Excel Tool für die Finanzen beschäftigt. Freitag waren wir dann erst einmal in einer super Studentenkneipe. Bier für 1,20 und großer Burger für 2,50 €. Danach ging es in eine "deutsche" Brauerei auf ein 5€ Weizen und direkt weiter auf eine Apartment-party. Die Leute haben uns allerdings gar nicht gefallen. Spoiled Kids! In den Club bin ich danach nur noch mit weil er auf halber Strecke nach hause lag.

Samstag war dann wieder IKEA angesagt. Auch Henrik wollte sich noch häuslich einrichten. Davor sind wir noch in ein billiges chinesisches RestaurantIMG_1283 eingekehrt und haben alles falsch gemacht! Anstatt ein paar wenigen DimSums haben wir 2 Teller voll bekommen, anstatt Bohnen irgendwas anderes, anstatt Hühnchen Omelett und anstatt Schweinefleisch in Soße haben wir ultra widerliche Knorpel Fett keine Ahnung was bekommen. Wir vermuten Schweineohr :D. Die Bedienung wollte uns noch warnen aber naja - wir wollten nicht hören.
Als wir nach Hause gekommen sind, hat sich Henrik als Frisör betätigt. Das Ergebnis ist äußerst zufriedenstellend!
Tappanyaki
Abendessen gab es anschließend im japanischen Restaurant mit der Gruppe, die wir durch die Freundin von Henrik kennengelernt haben. Ich nenne sie die „spanish connection“, da fast jeder aus dieser Gruppe aus einem spanisch sprachigen Land kommt oder aber spanisch spricht. Genau mit diesen Leuten waren wir nach dem Essen Karaoke singen bis um 4 Uhr morgens. Wobei wir dabei nicht in einer Kneipe, sondern in einem eigenen Raum waren.

Die Abende fangen hier in Shanghai schon sehr früh an. Es ist völlig normal sich bereits um 7 zu treffen. Man isst zusammen und geht dann gemeinsam weg. Diese Esskultur, die es hier gibt finde ich fantastisch. Als Freund von gutem Essen ist es einfach super sich oft zum Essen zu treffen. Auch, dass man meist nicht sein eignes Gericht bestellt, sondern dass immer wieder neue Kleinigkeiten kommen und man sich die Rechnung einfach zum Ende hin teilt ist fantastisch. Ich weiß, dass eine Umsetzung in Deutschland alleine an der Beschaffenheit der Restaurants scheitern würde, dennoch ist diese Art von Lebensstil auf jeden Fall etwas, dass ich gerne aus China mitbringen möchte!
Wettertechnisch tut sich hier hoffentlich bald mal etwas. Wie gesagt hatten wir schon einen Tag mit 27 Grad. Momentan sind wir allerdings wieder bei 5-12 Grad. Natürlich weiß ich, dass es bei euch nicht unbedingt wärmer ist. Dennoch müsst ihr wissen, dass ich beim Packen von 15-17 Grad ausgegangen bin. Wie Henrik gestern wieder festgestellt hat, ist meine WG auch einfach SUPERKALT. Die Klimaanlage funktioniert zwar auch als Heizung, der Effekt ist aber sehr gering. Als guter deutscher Ingenieur sind mir solche Entropiemaschinen natürlich auch ein Dorn im Auge und so ist mein bester Freund momentan die IKEA Decke.
Einkaufen ist in China nicht so toll wie gedacht. China – Das Land der billigen Kleidung? Ne! Westliche Sachen sind teurer und einen anständigen chinesischen Laden muss ich erst noch finden. Schuhe lass ich mir jetzt aus Deutschland mitbringen. Nur ist die groβe Frage ob das auch klappt. Zalando hat sich entschlossen meine Schuhe einfach irgendwohin nach Norddeutschland zu schicken. Eine sehr nette und überraschte Frau hatte dort dann meine Schuhe, die Rechnung auf meinen Namen und die angegebene Lieferadresse in der Hand. Morgen schickt sie die Schuhe weiter. Momentan zweifle ich daran, dass diese bis Samstagmorgen in Schriesheim eintreffen werden...

Was steht nun diese Woche an? Nun ja nicht viel. Unter der Woche werde ich wohl versuchen endlich meine Erkältung loszuwerden. Mein Chef hat mir gerade versprochen, dass ich morgen neue Arbeit bekäme und solange ich nichts habe beschäftige ich mich mit dem Blog, einer geplanten Bewerbung als Werksstudent bei L’Oreal und der am Ende diesen Praktikums anstehenden Reise mit Luisa in Asien. Es gibt also sinnvolles zu tun und wer würde dafür nicht gerne auch noch bezahlt werden!
Meine Aufgabe diese Woche wäre dann noch Weizenbier zu kaufen, was kein Problem ist. Henrik darf Brezeln besorgen und Marco (ein Freund von daheim) , der ab Sonntag 6:00 für eine Woche auf der Durchreise nach Australien bei mir wohnen wird, bringt dann Weißwürste und süßen Senf mit.

Wird wohl ganz nett. Kommt doch auch mal vorbei :)

18
Mrz
2013

Liebstes Tagebuch

Es ist Montag morgen kurz vorm Mittagessen.
Gesundheitliche Verfassung: mäβig
Finanzielle Situation: Teures Wochenende!

Jetzt habe ich es endlich mal geschafft in Shanghai wegzugehen! Leider habe ich mich pünktlich zum Wochenende erkältet... Aus diesem Grund wollte ich am Freitag auch fast nicht mit auf die Hausparty, auf welche mich meine Mitbewohnerin eingeladen hatte. Jetzt bin ich froh es gemacht zu haben!
Henrik und ich sind mit Latitia zu eben jener Veranstaltung gagangen. Es waren fast 100 Leute da und wir konnten einige neue Leute kennenlernen. Zudem habe ich meibn allererstes Bier-Pong Spiel gegen die angeblich Besten gewonnen!! Leider habe Henrik und ich in dem Zweiten Spiel danach grandios gegen zwei Französinnen, die auch noch nie gespielt hatten, verloren...
Am nächsten Tag ist um 11 Uhr Edin zu mir gekommen. Das ist der Typ den ich im Flugzeug kennengelernt ahebe und der, da er auβerhalb von Shanghai wohnt, bei mir geschlafen hat. Nachdem wir Henrik (der in der Nacht davor noch in einen Club gegangen ist) wachgeklingelt hatten sind wir los auf den Fake Market. Was soll man sagen: Das mit dem Handeln sollte ich wohl noch mal üben :D:)Schweinegesicht
Auβerdem haben wir uns noch ein wenig die Stadt angeguckt und waren unter anderem in einem riesen Lebensmittel Kaufhaus! Komplettes eingeschweiβtes Schweinegesicht gefällig? Abends waren wir dann von Thommy (Einem deutschen, den wir am Samstag davor bei der Dinner Party kennen gelernt hatten) eingeladen worden in einem Reataurant zu abend zu essen.
Elf Leute, so viel essen bis niemand mehr konnte und das ganze für nur etwa 15 Euro! Wie üblich hatten wir einen runden Tisch mit Drehscheibe darauf und immerwieder kammen neue Schalen mit anderem Essen. Dazu noch die Internationalität der Mitesser. Das ist einfach top!
Nach dem Essen haben wir 3 (Henrik, Edin und Ich) uns dann ins Taxi gesetzt um in einen Club zu fahren, in dem bereits Leute die wir vom Abend davor kannten, waren.
Was soll man sagen: FURCHTBAR! In dem Club (der immerhin keinen Eintritt gekostet hat) waren hauptsächlich Chinesen. Die Westler haben sogar umsonst Vodka-O bekommen. Man konnte allerdings nicht wirklich von Stimmung sprechen. Ständig gab es Live Acts mit leicht bekleideten Westlerinnen, die irgendwo getanzt oder sogar gesungen haben. Die Musik war zwar okay aber man konnte kaum tanzen. Der gesamte Club bestand zum Groβteil aus Tischen an denen die Chinesen mit jeder Menge Moet-Flaschen und sonstigem super teuren Zeug saβen... Das versteht man in China also unter Party :D
Besonders nervig waren auch die Securyties, von denen es super viele gab und den Reinigungskräften, die sich zwischen die tanzenden drängen um einzelne Kippen aufzufegen... Zudem dachte der DJ er müsse singen.
Danach waren wir in einem trashigen kleinen Club. Der war absolut in Ordnung.

Das war also das erste richtige Shanghai-Nightlife Wochenende. Ergebnis: Viel ärmer und nicht wirklich geünder :)

1
Mrz
2013

Liebes Tagebuch...

Die Ankunft in Shanghai war einfacher als gedacht! Den Weg zum Hostel habe ich ohne Probleme gefunden. Die Fahrt mit dem Transrapid hat sich leider nicht gelohnt. Zwar habe ich damit etwa 20 min Fahrzeit eingespart, der von mir erhoffte Blick auf die Stadt blieb allerdings aus...
Sofort nachdem ich geduscht hatte, habe ich mir eine Handynummer besorgt. Das war auch wieder erstaunlich einfach. Nachdem sich ein Mitarbeiter mit etwas Englischkentnissen gefunden hatte, wurde mir mein Wunsch von ihm auf einen Zettel geschrieben. Der nervigste Teil war es dabei danach zu warten bis meine Nummer von den Sachbearbeitern aufgerufen wurde (~60 min). Ausgestattet mit der Nummer habe ich sofort Aurielien angerufen, der als einziger auf meine Wohnungsanfrage von Deutschland aus geantwortet hatte. Er hat mir dann sofort die Adresse geschickt und mich zu einer Besichtigung am gleichen Abend eingeladen. Nachdem ich furchtbar lange umherrgeirrt war (Google maps hat den Ort grandios falsch angegeben), konnte ich mir die Wohnung und deren Bewohner ansehen. Zwar ist sie nicht ganz sauber aber in noch in Ordnung und das obwohl 2x die Woche eine Putzfrau kommt. Den Abwasch erledigt dann auch meist die Putzfrau was für mich, als Freund der sauberen Küche doch ein wenig befremdlich ist. Die Wohnung ist Teil einer großen Anlage mit 5 Hochhäusern. Diese hat einen kleinen Laden, einen Swimmingpool der wie ich hoffe im Sommer auf Vordermann gebracht wird und extra Securitys (was auch gut so ist, denn die Türen sind ein Witz. Mein Balkon im 1. Stock hat kein Schloss!!!).
Wohnung-vorher-und-nachher
Blick-vom-Balkon
Blick-auf-meine-Wohnung
Der Spaß kostet mich incl. Nebenkosten etwa 370€, was fast 3/4 meines "Gehalts" ähhh meiner Aufwandsentschädigung ist. Meine Mitbewohner sind Aurelien (25, Franzose mit sehr gutem Englisch, Seit 2 Jahren in Shanghai, arbeitet als Klimatechnik Ingenieur), Latitia (auch Französin mit perfektem Englisch, seit 6 Monaten da, studiert Chinesisch) und Analia (Chinesin mit perfektem Englisch und ein wenig Deutsch, arbeitet wo weiß ich noch nicht). Es ist keine Zweck WG!!! Anscheinend gehen die 3 auch heftig feiern. Am Samstag muss ich mir davon wohl oder übel ein Bild machen ;).
Gestern war ich dann bei IKEA! Ich hab mich richtig zuhause gefühlt!! Allerdings muss ich mir noch eine Matratzenauflage kaufen! Chinesische Matratzen sind wie ein Brett!!!
Momentan ist es super super kalt und unsre Wohnung hat natürlich keine Heizung. Das wird aber bestimmt bald besser!

Heute war mein erster Arbeitstag, der suuuuper angerangen hat... Ich wohne sehr nah an meiner Arbeit (weniger als 30 min von Tür zu Tür) als es heute morgen geregnet hat habe ich mir nichts dabei gedacht. Auf dem Weg von der Metro zu meinem Arbeitsplatz habe ich dann wieder die durch Google angezeigten Ort anvisiert. Leider wieder falsch... Dazu kam, dass ich beim gucken auf mein Smartphone in eine gigantische Pfütze gelaufen bin, so dass meine Füße super nass geworden sind - und das blieb den ganzen Tag so. Als ich dann endlich auf der richtigen Spur war, bin ich natürlich noch auf dem Gelände herumgeirrt und musste insgesamt 3 mal feststellen, dass ich zum falschen Gebäude gelaufen war. Gott sei dank hatte ich die Adresse auch auf Chinesisch sonst würde ich vielleicht immer joch herumirren! Zu allem Unglück hat sich dann auch noch mein Schirm in seine Einzelteile aufgelöst wodurch ich wie ein begossener Pudel hier angekommen bin. Nach den Formalitäten wurde mir mein Platz gezeigt. Leider ist fast niemand aus meinem Team da. Mir wurde gesagt ich könnte mich jetzt bis zum Nachmittag beschäftigen bis min Laptop kommt... Immerhin: es gibt Kaffee! Außerdem bin ich nicht der einzige neue. So kann ich mich immerhin mit dem Tailänder Kittipong unterhalten :) Ansonsten habe ich hauptsächlich gekritzelt.
Erster-Arbeitstag Mittags waren wir dann in der Kantine. Gutes Essen für 1,8 €, da kann man nichts sagen!! Danach habe ich unzählige Hände von Kollegen geschüttelt. Mein Chef ist übrigens ein Deutscher - noch habe ich ihn aber nicht kennengelernt. Den Leiter des ganzen Ladens (auch deutsch) habe ich allerdings auch schon kennengelernt. Ein super lockerer Typ - so gehört sich das!
Die arbeitszeit von 8h kann ich mir selbst einteilen.
Nachdem ich dann endlich meinen Laptop bekommen habe, habe ich mich schleunigst vom Acker gemacht um mir im IKEA noch eine Matratze zu leisten. 6 Monate sind eine lange Zeit und anständig schlafen ist eine gute Sache!

Heute haben wir noch gemütlich Bier getrunken. Morgen wird dann Latikas Töffel Test, mein Einzug und mein erster Arbeitstag gefeiert. Mal schauen was so in Shanghei los ist. :)

Zu guter Letzt wieder zur Rubrik "Only in China". Dieses mal aber leider nicht Lustig. Mitten auf der Straße verkauft jemand Welpen und Häschen. Während ich schon recht angewiedert die Szene Fotografiere fällt auch noch der Stapel von Käfigen um... Oh man!
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Newsflash!
Wieder fast ein Monat rum! Ich werde sehr nachlässig. Mittlerweile.. .
hk04 - 3. Jul, 03:49

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